Bianca Müller von RHS®-Berlin

Bianca Müller und Helmut Neumeier (Helmis Wollexpeditionen) bei der Begutachtung frischer Berlinis

Wer sie nicht kennt, hat die Farbverlaufs-Welt verpennt!

Bianca Müller, die Meisterin der Garnwickler, betreibt ein kleines Label namens RHS®-Berlin. In ihrem Atelier, welches sie liebevoll „mein Wickelstudio“ nennt, surren in atemberaubender Geschwindigkeit drei Wollwickler, manchmal sogar alle gleichzeitig. Da muss man schon aufpassen, nicht zwischen die Fäden zu geraten. Erst kürzlich hat sie ihren alten Job an den Nagel gehängt, sich mit ihrem Studio räumlich vergrößert und befriedigt seit Februar die Sehnsüchte der Farbverlaufsgarn-Liebhaber in Vollzeit. Bianca Müller lebt mit Partner, dessen Oma und ihrer entzückenden Tochter  am Rande Berlins.

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Prall gefüllte Schwerlastregale: Konen warten hier auf ihre Verarbeitung durch Bianca Müller

            Bianca, was machst Du beruflich und wo bist Du zu Hause?

„Ich stelle Farbverlaufsgarne – umgangssprachlich vielen als sogenannte „Bobbel“ bekannt – her. Meine habe ich allerdings anders getauft, sie heißen „Berlinis„. Diese vertreibe ich über unseren Onlineshop und über die sozialen Netzwerke. Mein Atelier – welches ich liebevoll „mein Wickelstudio“ nenne – befindet sich in Berlin – Heinersdorf. Dort kann man nach telefonischer Terminvereinbarung nach Lust und Laune einkaufen, oder sich einen Wunsch – Berlini wickeln lassen, und live bei dessen „Geburt“ dabei sein.“

„Da ich mich mit meinen Garnen abheben möchte, kam mir die Idee, auch einen anderen Namen dafür zu benutzen. Ich mag die Bezeichnung „Bobbel“ nicht so besonders, und habe mir dann überlegt, wie ich sie nennen könnte, murmelte verschieden Ideen vor mich hin,……“Belino“, „Berlini“……plötzlich sagte meine Tochter (damals 6 Jahre alt): Mami! Nenne sie doch „Berlinis“! Und so ist fortan der Name „Berlini“ die Bezeichnung für meine Wicklungen.“

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Große Auswahl an Berlinis auf der Messe in Paaren – Glien

Bekommt man bei Dir noch andere „wollige“ Produkte, oder ausschließlich „Berlinis“?

„Es gibt nicht nur die „Berlinis“ zu erwerben. Wir bemühen uns, unser Sortiment langsam, aber stetig mit ausgewählten Produkten zu erweitern. Aktuell führen wir diverse Garne der Firma Adriafil aus Rimini, handgedrechselte Häkelnadeln von Haekelnadelparadies.de  und diverses Zubehör und Accessoires. Neu im Sortiment sind die handgefärbten Garne von Helmis Wollexpeditionen, die er auf feinster Wolle von Atelier Zitron färbt. Außerdem führen wir handgenähte Berlini – Taschen von Juclalu.“

Auch erhältlich:  Helmis Farbexplosionen auf Atelier Zitron

Wann und wie bist zur wolligen Leidenschaft gekommen?

„Eigentlich handarbeite ich schon immer. Ich bin gelernte Floristin und habe als Kind mein Kinderzimmer öfter umdekoriert. Zum Häkeln bin ich aber erst vor ein paar Jahren gekommen. Inspiriert von der Granny – Decke, die die Großmutter meines Freundes gehäkelt hatte, war nun meine Neugier geweckt. Ich wollte unbedingt das Häkeln lernen, und Oma Rosi hat es mir dann ganz geduldig beigebracht. Wie man eine Häkelschrift liest, hat sie mir auch erklärt. Seitdem sind schon etliche Tücher, Kissenbezüge und Schals entstanden. Wenn alle Arbeit des Tages erledigt ist, entspanne ich gerne noch mit einer schönen Häkelarbeit.“

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Oma Rosis Häkeldecke: Damit fing alles an.

Wie entstand die Idee, Garne zu wickeln und seit wann machst Du das?

„Ich habe zunächst als Wiederverkäuferin gearbeitet. Nach einiger Zeit wollte ich aber gerne etwas Eigenes, Persönliches auf die Beine stellen, etwas, das mich ausdrückt. Mit meiner Familie habe ich mich intensiv ausgetauscht. Letztendlich habe ich den Mut gefasst, mich selbständig zu machen. Nachdem der Businessplan erstellt war, habe ich mit der grossartigen Unterstützung meines Freundes Patrick und Oma Rosi angefangen, mein eigenes Ding aufzuziehen. Von Beginn an war es mein Anspruch an mich selbst, Wert auf Qualität und Transparenz zu legen. Die Kundenzufriedenheit liegt mir sehr am Herzen, das soll auch so bleiben. Ich lebe meinen Traum nun schon fast drei Jahre.“

Was bedeutet für Dich der Umgang mit Wolle und Farbverlaufsgarnen? Kannst Du damit Deine Kreativität ausleben?

„Ich liebe es, mit Farben zu spielen, sie zu kombinieren. Es freut mich immer sehr, wenn meine Kunden zufrieden sind mit den Produkten. Die Kunden äussern Wünsche nach Wicklungen, und das spornt mich immer an. Das strahlende Gesicht einer Kundin ist immer die beste Bestätigung für ein gutes Ergebnis. Wie bereits gesagt: Die Zufriedenheit der Kunden ist das Wichtigste.“

Helmis Wunschwicklung – natürlich mit Glitzer!

Du veranstaltest sogenannte „Treffen“. Worum handelt es sich dabei und was erwartet mich, wenn ich daran teilnehme?

Einmal im Monat – immer am ersten Samstag – veranstalten wir ein Strick- und Häkeltreffen in einem netten Café in Berlin – Karow. Jeder ist willkommen, in gemütlicher Runde und bei Kaffee, Kuchen oder kleinen Snacks wird gehäkelt und gestrickt. Wir haben immer eine Auswahl unserer Garne dabei, mir liegt es aber am Herzen, das sich niemand verpflichtet fühlt kaufen zu müssen. Man darf auch sein eigenes Projekt häkeln oder stricken, es sind auch Fremdgarne erlaubt. Es ist mir wichtig, das die Teilnehmer Spass haben, und ein reger Ideenaustausch stattfindet. Für diese Treffen gibt es auch eine eigens dafür eingerichtete Facebookgruppe. Die Termine findet man dort, bald aber auch auf der Eventseite unseres Onlineshops. Legendär ist das letztjährige Adventstreffen, bei dem mit fast 40 Teilnehmern das komplette Café ausgebucht war!“

Berlinis in vielen Variationen

Bianca, wie würdest Du Dich selbst charakterisieren?

„Ganz kurz: lieb, freundlich, hilfsbereit, coole Socke gutmütig aber auch kämpferisch.“

Was erwartest Du Dir für Dein Geschäft für die Zukunft?

„Ich möchte gerne, das es mein Geschäft noch lange gibt und ich die Kontakte und Partnerschaften ausbauen kann. Ich habe noch Vieles vor, was ich hier jetzt gar nicht alles aufzählen kann. Ich wünsche mir weiterhin so nette Kundschaft, wie bisher.“

Bianca, drei Wünsche hast du frei. Welche wären das?

„Das was man sich für kein Geld kaufen kann:

  1. Gesundheit und Glück für meine Familie und die Menschen, die ich kenne.
  2. Friede auf Erden.
  3. Das unsere Tochter immer glücklich ist!“

 

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Bianca Müller glücklich in ihrem Wickelstudio

Bianca Müller / RHS®-Berlin findest du hier:

Studio: Blankenburger Straße 23, 13089 Berlin, telefonische Terminvereinbarung:    0172/9082385

Onlineshop: rhs-berlin.eu

Facebook: RHS-Berlin

Treffen im Café: Sträkeltreffen RHS

Das Interview führte Helmut Neumeier

https://www.facebook.com/Helmis-Wollexpeditionen-956569201032089/

Wolle färben mit Ostereier – und Batikfarbe

Hallo ihr Lieben,

lange habt ihr nichts gehört von mir, nun will ich euch aber mal von meiner neuen Leidenschaft berichten. Ich habe immer wieder mal handgefärbte Wolle gesehen, meist in einschlägigen Gruppen bei Facebook oder bei eingefleischten Färbern wie Gesa Drechsler von Buttjebeyy. Nun wollte ich das mal selbst ausprobieren und habe die Wollfärberei erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Ich kann Euch sagen: Es macht riesigen Spaß und der Kreativität sind schier keine Grenzen gesetzt.

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Da es momentan ja Ostereierfarbe zuhauf gibt, habe ich meine ersten Stränge nach folgender Methode aus Wollweiss in wahre Farbexplosionen verwandelt:

Was Du brauchst:

  • ungefärbte Wolle, bekommt man online ganz gut zum Beispiel bei Supergarne.com
  • Essig, z.B.: Balsamico, oder normaler Haushaltsessig
  • Latex-oder Haushaltshandschuhe
  • Gefässe wie zum Beispiel leere Marmeladengläser, grosse Joghurtbecher oder Ähnliches
  • Messbecher
  • Salz
  • Ostereierfarbe / Batikfarbe
  • Frischhaltefolie
  • Alufolie
  • Backblech
  • Mikrowelle / Backofen

 Beizen der Wolle:

Du bereitest eine grosse Teigschüssel mit Wasser und Essig vor. Ich habe eine Salatschüssel zu dreiviertel mit Wasser gefüllt und mit ungefähr einem halben Liter Balsamessig vermischt. Dann legst du die Wollstränge in dem Essigbad ein, tauchst sie etwas unter, so das sie vom Wasser vollständig bedeckt sind. So lässt du die Wolle ungefähr 45 Minuten „schwimmen“ . Diese Zeit kannst du gut nutzen, um die restlichen Vorbereitungen abzuschliessen.

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Anrühren der Farben:

Du bereitest nun die Farben zu, so wie es auf der Packung steht. Hierzu benötigst du unter Umständen auch etwas Salz, Essig und heißes Wasser. Ich habe die Farben in Marmeladegläsern angerührt. Das ist sehr praktisch, weil man nicht gebrauchte Farben einfach mit dem Deckel verschliessen kann und später nochmal benutzen kann.

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Weitere Vorbereitungen:

Du legst nun ein Backblech mit Aluminiumfolie aus. Anschliessend legst Du einen Streifen Frischhaltefolie quer darüber. In diesen wird die gefärbte Wolle später eingewickelt.

Das Färben:

Du nimmst nun einen Wollstrang aus dem Essigbad und drückst ihn vorsichtig in der Spüle oder über einem Eimer aus. Nicht auswringen, das verträgt die Wolle nicht so gut. Der Wollstrang sollte nicht mehr tropfen. Du legst ihn jetzt vorsichtig auf die Frischhaltefolie auf deinem Backblech, und breitest ihn etwas aus, so das er „bequem“ liegt 🙂

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Nun gehts mit dem Färben los! Bitte ziehe dir dazu Latex- oder Haushaltshandschuhe an. Die Farbe ist wirklich intensiv. Ich habe mit einem Teelöffel immer aus den Farbtöpfchen etwas rausgeholt und über die Wolle geträufelt. Ich für mich persönlich nehme meistens drei Farben. Wenn die Wolle „wildern“ soll, dann träufelt man am besten jeweils eine Farbe immer komplett über die beiden gegenüberliegenden Seite des Wollstranges. (Wildern= Langweilige Streifenfolgen oder Ringelmuster werden vermieden, bei Socken sieht es dann eher fleckig oder ineinander übergehend aus, also kurzweilig und ein Unikat!)IMG_8418.jpg

So fährst du fort, bis der Strang gefärbt ist. Du kannst da ruhig grosszügig mit der Farbe sein, und ruhig auch hochheben und schauen, ob auch genügend Farbe untendrunter angekommen ist.

Nun wickelst Du das ganze in die Frischhaltefolie ein, klappst es zu einem Päckchen zusammen und legst es in eine Schüssel oder auf einen Teller. Das ganze „garst“ Du jetzt auf höchster Wattzahl, jeweils 2x 2-3 Minuten. Durch die Hitze wird die Farbe in der Wolle nun fixiert. (Wenn du keine Mikrowelle hast, dann benutze einfach einen Backofen.  Bei 90 – 100 Grad 45 Minuten „garen“).

IMG_8420.jpgAnschliessend nimmst du das Wollpaket aus der Mikrowelle heraus und legst es in die Spüle oder einen Eimer. So lässt du es liegen, bis es ganz abgekühlt ist. Vorsicht ist geboten, Die Wolle ist wirklich knallheiss!!! Ist die Wolle erkaltet, kannst du die Frischhaltefolie abziehen und die Wolle mit handwarmen Wasser ausspülen. Bitte erst ausspülen, wenn die Wolle auch wirklich abgekühlt ist, da sie sonst klumpt und filzt. Du wirst sehen, das kaum noch Farbe rauskommt. Anschliessend mit ein wenig Shampoo oder Wollwaschmittel baden, ausdrücken (nicht wringen!), und zum Trocknen aufhängen.

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Verarbeitung:

Ist die Wolle getrocknet, kannst du die Stränge zu schönen Zöpfen eindrehen. Oder du wickelst dir mit Hilfe einer Haspel und einem Wollwickler einen schönen Bobbel draus. (Oder dein Mann hält dir bereitwillig den Strang, damit du ein Knäuel wickeln kannst;-) )

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Ich hoffe, ich konnte dir das Färben von Wolle ein wenig schmackhaft machen. Mir macht es jedenfalls riesigen Spass!

Bis bald,

Euer Helmi

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Anleitung Helmi`s einfache Häkelmützen

 

Nun naht wieder der windige und kühle Herbst, höchste Zeit, sich ( oder seinen Liebsten) ein paar wärmende Mützen zu häkeln, die aber nicht nur das Köpfchen warmhalten, sondern auch noch pfiffig aussehen! Dieses einfache Grundmodell lässt sich ganz leicht nacharbeiten und erfordert keine grossartigen Häkeltechniken, da es komplett aus Stäbchen gefertigt wird. Für die Abschlusskante kann man Reliefstäbchen als schmückende Borte anbringen. Das einfache Grundmodell ist mit ein paar Stickereien, Bommeln, Perlen oder Knöpfen schnell zu einem einzigartigen Unikat aufgepimpt. Der Phantasie sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Es ist ein Unisex-Modell und kann von Männern und Frauen gleichermaßen getragen werden. Inspiration zu diesen Mützen habe ich bei meiner Freundin Petra Perle bekommen, sie hat auch ein wunderbares Mützenbuch, Mützenmania mit tollen Kreationen geschrieben. Und nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Nacharbeiten. Über die Veröffentlichung Eurer Arbeiten würde ich mich sehr freuen. Euer Helmi 🙂

 

Material, das du benötigst: 

  • 50-100 Gramm Woll-oderWollmischgarn, z.B. „Cora“ von ONline oder „MerinoLino“ von Katia
  • Häkelnadel 4,5mm (ich favorisiere die von ADDI oder von WollLolli)
  • Nadel zum Fäden vernähen

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Anleitung:

Du beginnst mit einem magischen Fadenring oder einer einfachen Schlaufe:

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Erste Runde: 

Nun häkelst du 3 Steigeluftmaschen in die Schlaufe (diese bilden sozusagen das erste Stäbchen). Dann häkelst du 15 Stäbchen in die Schlaufe und beendest die erste Runde mit einer Kettmasche in die oberste Schlaufe der drei Steigeluftmaschen. Du hast jetzt insgesamt 16 Stäbchen. Du kannst den Fadenring nun eng zuziehen und wenn du willst, direkt, oder zum Schluß vernähen.

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Zweite Runde:

Die zweite Runde beginnst du ebenfalls mit drei Steigeluftmaschen (entspricht dem ersten Stäbchen). Nun häkelst du ein Stäbchen in den Fuss der drei Anfangsluftmaschen. Du hast dann sozusagen die erste Masche verdoppelt. In die nächste Masche häkelst du wieder zwei Stäbchen. So fährst du bis zum Rundenende fort (jede Masche mit Stäbchen verdoppeln), und schliesst mit einer Kettmasche in die obere Schlaufe der drei Steigeluftmaschen. Nun hast du 32 Stäbchen.

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Dritte Runde:

Nun wiederum drei Steigeluftmaschen häkeln, und in den Fuß der drei Maschen ein Stäbchen häkeln. Nun häkelst du je ein Stäbchen in die drei folgenden Stäbchen. Dann wieder zwei Stäbchen in ein Stäbchen häkeln. So bis zum Ende der dritten Runde fortfahren und mit einer Kettmasche schließen.

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Vierte Runde:

Wie die dritte Runde arbeiten, also jedes vierte Stäbchen verdoppeln.

Fünfte Runde:

Ebenso wie Runde drei und vier arbeiten. Nun kannst du schon sehen, das es sich ein wenig wölbt. Soll die Mütze noch weiter werden (für besonders dicke Schädel 🙂 ), kann noch eine sechste Runde in ebensolcher Arbeitsweise gehäkelt werden.

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Runde sechs bis zwölf:

Am Anfang jeweils drei Steigeluftmaschen, und in jedes Stäbchen ein Stäbchen häkeln. Am Ende jeder Runde mit einer Kettmasche schließen. Fertig ist das Grundmodell. Du kannst noch weitere Reihen dranhäkeln, dann hast du eher eine Beanie. Diese Reihenangabe hier ist genau richtig für meinen Kopf, sie geht inklusive der Borte bis an die Ohren.

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Abschlussborte:

Hier habe ich Reliefstäbchen genommen. Die Videoanleitung dazu gibt es hier auf meinem YouTube-Kanal: Reliefstäbchen als Schmuckkante

Zum Abschluss kannst du aber auch Picots oder sogenannte Mausezähnchen häkeln. Ich kombiniere immer gerne beides, also mache auf die Reliefstäbchen noch eine Reihe Picots drauf. Die Anleitung für Picots/ Mausezähnchen findest du auch auf meinem Kanal: Picots/ Mausezähnchen häkeln

Du kannst nun deiner Phantasie freien Lauf lassen und Deine Mütze dekorieren. Einfache Kreuzstiche sind immer sehr dekorativ. Du kannst auch Perlen, Bommel und Knöpfe drapieren. So wird jedes Stück ein tolles Unikat. Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und würde mich über Feedback und Empfehlungen freuen.

Liebe Grüße und allzeit immer viel Wolle!

Helmi 🙂

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Verlassen Sie die Komfortzone!

„Verlassen Sie die Komfortzone!“ lese ich in meinem Waagehoroskop der aktuellen GALA-Ausgabe den warnenden Hinweis, es mir nicht allzu bequem in meinem jetzigen Zustand zu machen. Was aber nicht so einfach ist, da ich ja vom Prinzip her ein gemütlicher , häuslicher Mensch bin, der sich gerne mal in Selbstgestricktes einkuschelt und ein leidenschaftlicher „Sturm der Liebe „- Fan ist. Was gibt es Schöneres, als es sich bei einer Tasse Kaffee, und einer seichten Soap mit Wolle und Nadel zu beschäftigen? Die Dialoge im Fernsehen hört man, sie sind oft so simpel, das man die Handlung der Serie kapiert, ohne zwingend hinschauen zu müssen. Die Augen kümmern sich definitiv um das Strick/Häkelwerk.
Geht es ihnen in anderen Lebenssituationen nicht auch so, wenn sie ehrlich sind, liebe Leserin? Man sitzt in einer Runde als Einziger der strickt, und alle anderen unterhalten sich.Wenn das Thema uninteressant ist, schaut man  konzentriert auf das Strickwerk, blickt ab und zu hoch, um Interesse zu signalisieren und macht einfach weiter. Wie beim  Daily-Soap-schauen. Das wird von den anderen respektiert, schliesslich ist man ja sehr beschäftigt. Und das wirkt keinesfalls unhöflich, sondern wird so akzeptiert. und so hat man seine Ruhe, kann aber dennoch die Gesellschaft der anderen genießen.

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Immer locker bleiben! In einem gehäkelten Poncho meiner lieben Freundin Petra Perle aus feiner Baby-Merino von Ferner überhaupt kein Problem 🙂

Handarbeiten ist schon ganz schön meditativ. Man sitzt da, und konzentriert sich auf seine Arbeit. Für Aussenstehende ist das meistens ein sehr angenehmer und entspannender Anblick. Oftmals wird man interessiert gefragt, was das denn wird, was man da grade strickt oder häkelt. Auf die Antwort folgen häufig Sätze wie: „Ich könnte das nicht!“ oder „Was für eine Arbeit! Da kann man es sich doch besser in einem Geschäft als Fertiges kaufen.“ Solche Sätze können Sie getrost ignorieren, denn die leidenschaftliche Handarbeiterin, weiß ihre Arbeit selbst zu wertschätzen. Und das man nicht handarbeiten kann, zählt nicht, denn wenn man will, ist dies alles schnell erlernbar. (Youtube oder Facebookgruppen geben da heute gute Hilfestellung, wo früher noch Muttern oder Großmutter zur Seite gestanden hat).
„Werden Sie unbedingt kreativ!“ steht da weiter in meinem Horoskop. Da muss ich doch schmunzeln.
Wenn die in der GALA- Redaktion wüssten….;-)